Das Wappen der Gemeinde Gebsattel

Wappenbeschreibung: Durch einen silbernen senkrechten Wellenpfahl gespalten, links auf blauem Untergrund ein hersehender goldener, rotbezungter Löwenkopf mit einem silbernen Sparren im Maul, rechts auf rotem Hintergrund ein silberner Steinbockrumpf (1985 verliehen).

Erklärung: Die Gemeinde Gebsattel wird von der Tauber durchflossen, was durch den Wellenpfahl angezeigt wird.
Im frühen Mittelalter war das gesamte Gebiet des deutschen Reiches in Gaue gegliedert. Sowohl den Kochergau mit der Comburg bei Schwäbisch Hall als auch den Maulachgau mit der roten Burg (Rothenburg) als Mittelpunkt beherrschten vom Ende des 10. Jahrhunderts bis 1116 die Grafen von Comburg - Rothenburg. Ihr Schild zeigte in blau einen Löwenkopf mit goldenen Sparren im Maul. Der letzte dieser Grafen, Burkhard, stiftete seine Burg Comburg zur Gründung eines Benediktinerklosters, welches in der Folgezeit sein Wappen unverändert benützte. Sein Bruder, Graf Heinrich, und dessen Ehefrau, die Gräfin Geba, schenkten u.a. ihren Ansitz Gebesedelen um 1108 diesem neu gegründeten Kloster. Demnach bedeutet der Ortsname "zum Sitz der Geba". Der früher verwendete Name für den Ortsteil links der Tauber ist leider in Vergessenheit geraten.
In Gebsattel bildete sich ein Ortsadel heraus, die Herren von Gebsattel (urkundl. seit 1180 erwähnt). Diese Familie führt bis heute einen halben Steinbockrumpf in ihrem Wappen.
Dieser Ortsadel zog zu einem unbekannten Zeitpunkt weg ins Maingebiet und in den Grabfeldgau, wo er sich dem Kanton Rhön-Werra der fränkischen Reichsritterschaft anschloss.
Zur Zeit Napoleons wurde Gebsattel 1803 wegen der Verbindung zum Kloster Comburg zuerst zum Königreich Württemberg geschlagen, bis der Ort 1810 endgültig zu Bayern kam. Erst 1901 kaufte die Familie von Gebsattel ihren alten Stammsitz zurück. Sie ließ das Schloss umfassend in Stand setzen und wohnt bis heute darin.

Aus Klaus Broser, Wappen im Landkreis Ansbach, 1990 Hercynia-Verlag

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